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Insekten

Papierfischchen erkennen & bekämpfen

Papierfischchen auch in trockenen Räumen? Der nahe Verwandte des Silberfischens befällt Bücher, Archive und Tapeten - und ist schwerer loszuwerden als sein silbernes Pendant.

Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata)
Foto: Judy Gallagher · Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Was sind Papierfischchen?

Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) ist ein enger Verwandter des bekannten Silberfischchens. Ursprünglich aus dem südlichen Afrika stammend, hat es sich über den globalen Warenhandel in ganz Europa und Nordamerika verbreitet und gilt heute als invasive Art.

Im Gegensatz zum Silberfischchen ist das Papierfischchen deutlich anpassungsfähiger: Es kommt auch in trockenen Räumen zurecht und ist daher nicht nur in Badezimmern und Kellern anzutreffen, sondern auch in Bibliotheken, Archiven, Büros und Schlafzimmern - überall dort, wo Papier und Karton lagern.

Erkennungsmerkmale

  • Körperlänge: 12-20 mm (etwas größer als das Silberfischchen)
  • Farbe: Graubraun mit dunkler Musterung - nicht metallisch silbern
  • Körperbau: Flach, langgestreckt, ähnlich dem Silberfischchen
  • Anhänge: 3 Schwanzborsten und lange Fühler - wie das Silberfischchen
  • Fortbewegung: Sehr schnell, fischähnliche Schlängelbewegung
  • Keine Flügel - kann nicht fliegen

Unterschied zum Silberfischchen

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Papierfischchen und Silberfischchen auf einen Blick:

Silberfischchen Papierfischchen
Art Lepisma saccharina Ctenolepisma longicaudata
Farbe Metallisch silbergrau Graubraun, gemustert
Größe 8-20 mm 12-20 mm
Feuchtigkeit Braucht 60-80 % Luftfeuchte Toleriert auch trockene Räume
Typische Räume Bad, Küche, Keller Überall im Haus, auch Büro & Archiv

Lebensweise & Vorkommen

Papierfischchen sind nachtaktiv und scheuen das Licht. Sie verstecken sich tagsüber in Ritzen, hinter Tapeten, in Bücherstapeln und unter Kartons. Da sie keine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, können sie nahezu jeden beheizten Innenraum besiedeln.

Besonders gefährdete Bereiche: Bibliotheken, Archive, Lagerräume mit Kartonagen, Büros mit viel Papier sowie Schlaf- und Wohnzimmer mit alten Büchern oder Tapeten.

Wie das Silberfischchen sind Papierfischchen sehr langlebig (mehrere Jahre) und vermehren sich langsam. Ein Befall baut sich deshalb über viele Monate auf und wird oft erst spät bemerkt.

Schäden durch Papierfischchen

  • Bücher und Dokumente: Fraßspuren an Papier, Bucheinbänden, historischen Dokumenten und Archivmaterialien
  • Tapeten: Fraß des Kleisterschicht hinter Tapeten, Ablösung ganzer Tapetenbahnen
  • Kartonagen: Fraßspuren an Verpackungen, Kartons und Lagerboxen
  • Textilien: Fraßlöcher in Naturfasern mit stärkehaltiger Ausrüstung
  • Klebstoffe: Schäden an geklebten Verbindungen in Möbeln und Einbänden

Ursachen & Prävention

Im Gegensatz zum Silberfischchen lässt sich das Papierfischchen nicht allein durch Feuchtigkeitsreduktion bekämpfen. Wichtige Maßnahmen:

  • Kartonagen, alte Zeitungsstapel und Papiervorräte reduzieren
  • Bücher und Dokumente in geschlossenen Schränken oder säurefreien Boxen lagern
  • Ritzen und Fugen in Wänden, Böden und Sockelleisten abdichten
  • Regelmäßige Kontrolle von Lagerräumen und selten genutzten Bereichen
  • Eingeschleppte Kartons aus dem Handel vor dem Einlagern prüfen

Bekämpfung

Da Lüften allein nicht hilft, sind bei Papierfischchen gezieltere Maßnahmen nötig:

  • Klebefallen: Monitoring und Nachweis des Befalls; zeigen, wo die Tiere aktiv sind
  • Befallsquellen entfernen: Stark befallene Kartons und Papierstapel aussortieren und entsorgen
  • Insektizide: Einsprühen von Ritzen, Fugen und Hohlräumen hinter Tapeten und Sockelleisten

Bei einem ausgedehnten Befall - vor allem in Archiven, Bibliotheken oder Lagerräumen - empfehlen wir professionelle Hilfe. Wir lokalisieren die Verstecke, behandeln gezielt und beraten zur dauerhaften Prävention.

Unser Versprechen

Papierfischchen sind hartnäckiger als Silberfischchen - weil sie nicht auf Feuchtigkeit angewiesen sind. Wir analysieren die Verstecke und Einschleppungsquellen und bekämpfen dauerhaft.

Häufige Fragen zu Papierfischchen

Was ist der Unterschied zwischen Silberfischchen und Papierfischchen?

Das Papierfischchen ist größer, graubraun gemustert und kommt auch in trockenen Räumen aus. Silberfischchen sind metallisch silbern und benötigen 60-80 % Luftfeuchtigkeit. Papierfischchen findet man daher auch in Bibliotheken, Büros und Schlafzimmern.

Sind Papierfischchen gefährlich?

Kein direktes Gesundheitsrisiko - sie beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Materiell richten sie jedoch erhebliche Schäden an Büchern, Dokumenten, Tapeten und Kartonagen an.

Woher kommen Papierfischchen?

Ursprünglich aus dem südlichen Afrika, verbreiten sie sich über den Warenhandel. Häufige Einschleppungsquellen: Kartons, verpackte Waren und Gebrauchtmöbel mit Tapeten.

Was fressen Papierfischchen?

Papier, Pappe, Bucheinbände, Tapetenkleister und Naturfasern in Textilien. Besonders gefährdet: alte Bücher, Archive und Kartonlager.

Wie bekämpft man Papierfischchen?

Da keine Feuchtigkeitsreduktion hilft, sind Klebefallen zur Ortung, Entfernung befallener Materialien und gezielte Insektizidbehandlung in Ritzen nötig. Bei starkem Befall ist professionelle Hilfe ratsam.

Jetzt handeln

Papierfischchen im Haus? Wir helfen.

Papierfischchen brauchen keine Feuchtigkeit - daher reicht Lüften nicht. Wir bekämpfen den Befall gezielt und helfen Ihnen, Einschleppungsquellen zu finden - in ganz Hessen.

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